Languages DE Exam

German C1 Vocabulary and Grammar

4,032 cards 1 Version 1, updated October 15, 2026

German C1 flashcards, entirely in German: 1,283 new words with definitions, 22 grammar topics, 264 phrases, 182 idioms and a 218-question exam.

What's inside

  • Vocabulary — 1,283 C1 words in 45 topics, from everyday and professional life to university and research. Each word has two cards: the word with a short German definition, and an example sentence with the word left out.
  • Grammar — 22 topics explained in German with practice sentences: advanced nominal style, participle clauses, scheinen and drohen with zu, reported speech, word formation, connectors for academic writing and more.
  • Verbs — verbs, nouns and adjectives with prepositions, fixed noun-verb phrases (Nomen-Verb-Verbindungen), verbs with the genitive and separable or inseparable prefixes.
  • Phrases — 264 phrases for academic and professional German: defining, structuring, citing, describing graphs, arguing, presenting and discussing.
  • Idioms — 182 common German idioms (Redewendungen), each with its meaning and an example.
  • Practice Exam — 218 original questions in the style of the telc C1 Hochschule exam: text reconstruction, writer's intentions, true/false/not in the text, Sprachbausteine, vocabulary, grammar and writing, with an explanation for every question.

Everything is in German, so the course works for learners with any first language. Builds on German A1 to B2: no word or card repeats them. 4,032 cards in total.

By downloading or studying this deck you agree to the deck directory terms, including the deck's licence.

What's inside

  • Vocabulary 2,595 cards
  • Grammar 539 cards
  • Verbs 353 cards
  • Idioms 182 cards
  • Phrases 270 cards
  • Practice Exam Exam 93 cards

A few cards

Vocabulary

Front

der Alleinerziehende / die Alleinerziehende

Back

Elternteil, der ein Kind ohne Partner im Haushalt großzieht

Pl. die Alleinerziehenden
ein Alleinerziehender, eine Alleinerziehende (wie ein Adjektiv)
Ohne verlässliche Kinderbetreuung können viele Alleinerziehende nur in Teilzeit arbeiten und geraten dadurch leicht in finanzielle Not.

Front

Ohne verlässliche Kinderbetreuung können viele   nur in Teilzeit arbeiten und geraten dadurch leicht in finanzielle Not. (Elternteil, der ein Kind ohne Partner im Haushalt großzieht)

Back

Ohne verlässliche Kinderbetreuung können viele Alleinerziehende nur in Teilzeit arbeiten und geraten dadurch leicht in finanzielle Not. (Elternteil, der ein Kind ohne Partner im Haushalt großzieht)

der Alleinerziehende / die Alleinerziehende

Front

auskommen (kommt aus · ist ausgekommen)

Back

sich mit jemandem vertragen und ohne Streit miteinander umgehen (mit + Dativ)

Trotz ihrer verschiedenen Charaktere kommen die beiden Schwestern erstaunlich gut miteinander aus.

Grammar

Front

Warum heißt es einmal hat warten müssen und einmal muss gewartet haben?

Back

Modalverben haben zwei Lesarten, und in der Vergangenheit unterscheiden sie sich auch in der Form:

  • objektiv: Das Modalverb sagt, was das Subjekt muss, darf oder kann. Vergangenheit: Präteritum oder Perfekt mit Ersatzinfinitiv: Die Delegation hat am Zoll zwei Stunden warten müssen.
  • subjektiv: Das Modalverb zeigt, wie der Sprecher die Lage einschätzt. Es steht meist im Präsens oder Konjunktiv II; die Vergangenheit steckt im Infinitiv Perfekt: Die Delegation muss am Zoll lange gewartet haben.

Faustregel: Steht am Ende das Modalverb im Infinitiv, ist es objektiv gemeint. Stehen am Ende haben oder sein, ist es fast immer subjektiv.

Front

Wozu dient mögen, wenn man etwas einräumt oder vorsichtig schätzt?

Back

Mit mag räumt der Sprecher ein, dass etwas zutreffen kann. Danach folgt meist ein Einwand mit aber, doch oder dennoch:

  • Der Vorschlag mag auf den ersten Blick teuer sein, langfristig spart er aber Geld.
  • Vergangenheit: Die Methode mag damals üblich gewesen sein, heute gilt sie als überholt.

Außerdem steht mögen für eine vorsichtige Schätzung: Die Kapelle mag gut dreihundert Jahre alt sein. Im Gespräch hört man dafür oft kann (Das kann schon sein, aber …); mag klingt sachlicher und gehobener. In dieser Bedeutung steht mögen meist im Präsens (Du magst recht haben, aber …), die Vergangenheit im Infinitiv Perfekt.

Front

Wie vermutet man etwas über einen Vorgang im Passiv?

Back

Auch ein Passivsatz lässt sich mit einem subjektiven Modalverb verbinden. Am Ende steht dann ein Infinitiv Passiv:

  • Gegenwart oder Zukunft: Partizip II + werden: Die Ergebnisse dürften erst im Frühjahr veröffentlicht werden.
  • Vergangenheit: Partizip II + worden sein: Die Akten müssen schon vor Jahren vernichtet worden sein.
  • Zustand in der Vergangenheit: Partizip II + gewesen sein: Das Geschäft dürfte am Feiertag geschlossen gewesen sein.

Das Modalverb selbst bleibt wie im Aktiv im Präsens oder im Konjunktiv II.

Verbs

Front

Wechselpräfixe: Präsens, Partizip II und zu-Infinitiv im Überblick

Back

Ob über-, um-, durch- oder unter-, wider-, wieder- oder voll-: Die Betonung entscheidet über alle Formen (Bedeutungen und Gruppen: siehe Grammatik, Trennbar oder untrennbar).

Form trennbar: Präfix betont untrennbar: Stamm betont
Präsens Die Fähre setzt uns über. Sie übersetzt den Roman.
Partizip II übergesetzt: ge- steht in der Mitte übersetzt: kein ge-
zu-Infinitiv überzusetzen: zu in der Mitte zu übersetzen: zu davor

Das Hilfsverb folgt den bekannten Regeln: Untrennbare Verben mit Akkusativobjekt haben haben (Sie hat den See durchschwommen), trennbare Verben der Bewegung ohne Objekt meist sein (Er ist am Kontrollpunkt durchgefahren).

Front

untergehen (ein Schiff, die Sonne) — Perfekt (es)

Back

es ist untergegangen

ging unter – ist untergegangen. Bei schwerem Sturm ist vor der Küste ein Fischkutter mit drei Mann Besatzung untergegangen.

Front

unterbringen (Gäste, Geflüchtete) — Perfekt (sie, Singular)

Back

sie hat untergebracht

brachte unter – hat untergebracht. Die Gemeinde hat die Familien vorübergehend in einer leer stehenden Schule untergebracht.

Idioms

Front

Hand und   haben

Back

Hand und Fuß haben

neutral · Der Finanzierungsplan des Vereins hat Hand und Fuß, deshalb hat die Stadt sofort zugestimmt.

Front

die   in die Hand nehmen

Back

die Beine in die Hand nehmen

umgangssprachlich · Als wir den Bus an der Ecke sahen, nahmen wir die Beine in die Hand.

Front

kalte   bekommen

Back

kalte Füße bekommen

umgangssprachlich · Zwei Wochen vor der Hochzeit bekam der Bräutigam kalte Füße und wollte alles absagen.

Phrases

Front

Wissenschaftlicher Stil

Back

In Hausarbeiten, Referaten und Abschlussarbeiten zählt Genauigkeit mehr als Eleganz:

  • Begriffe klären: Ein Fachwort bekommt gleich zu Beginn eine feste Bedeutung, die im ganzen Text gilt.
  • Fremdes kennzeichnen: Jede übernommene Aussage, Zahl oder Idee bekommt eine Quellenangabe.
  • vorsichtig formulieren: Vermutungen werden als Vermutungen markiert, nicht als Tatsachen verkauft.
  • sachlich bleiben: Passiv, man und Nominalstil lassen die Sache im Vordergrund stehen, nicht die Person.

Das ich ist in vielen Fächern erlaubt, vor allem dort, wo Sie eigene Entscheidungen begründen.

Front

Der Begriff wird hier im   von … verwendet.

Back

Der Begriff wird hier im Sinne von … verwendet.

formell

Front

Im   Sinne nur …, im weiteren Sinne auch …

Back

Im engeren Sinne nur …, im weiteren Sinne auch …

neutral

Practice Exam

Front

Textrekonstruktion: Beton, der Risse selbst schließt

Sie lesen in einem Wissenschaftsmagazin einen Beitrag über einen neuen Baustoff. Zwei der Sätze a–h passen in keine Lücke.

Bakterien als Bauarbeiter

Beton ist der wichtigste Baustoff unserer Zeit: Kein anderer wird weltweit in so großen Mengen verbaut, von Brücken und Tunneln bis zu Kläranlagen und Wohnhäusern. Er ist vergleichsweise billig, lässt sich in nahezu jede Form gießen und hält enormen Lasten stand. …(1)… Mit den Jahren entstehen in fast jedem Bauwerk feine Risse, durch die Regenwasser und gelöste Salze ins Innere dringen. Erreichen sie die Stahlstäbe, mit denen der Beton verstärkt ist, beginnen diese zu rosten, und das Bauwerk verliert nach und nach an Festigkeit.

Solche Schäden zu beheben, ist teuer und aufwendig. Allein in Deutschland müssen in den kommenden Jahren Tausende Autobahnbrücken saniert oder ganz ersetzt werden. …(2)… Auch das Klima leidet darunter: Bei der Herstellung von Zement, dem wichtigsten Bestandteil des Betons, wird so viel Kohlendioxid frei, dass jeder Neubau die Bilanz weiter verschlechtert. Ein Bauwerk, das länger hält, schont deshalb auch die Umwelt.

Eine Arbeitsgruppe in den Niederlanden hat einen Beton entwickelt, der kleine Risse von selbst verschließt. …(3)… Beim Anrühren werden dem Gemisch die Sporen bestimmter Bakterien beigegeben, zusammen mit einem Nährstoff, der ihnen später als Futter dient. Sporen sind eine Art Ruhezustand: In dieser Form überstehen die Bakterien Trockenheit und die extremen Bedingungen im Inneren des Betons über viele Jahre.

Entsteht nun ein Riss und dringt Wasser ein, erwachen die Bakterien aus ihrer Starre. …(4)… Dabei bildet sich als Nebenprodukt Kalk, der sich an den Rändern des Risses ablagert und den Spalt nach einigen Wochen vollständig ausfüllt. Ist der Riss geschlossen, gelangt kein Wasser mehr hinein, und die Bakterien fallen zurück in den Ruhezustand – bis zum nächsten Schaden.

In Laborversuchen verschloss das Material Risse, die schmaler als ein Millimeter waren, zuverlässig. …(5)… Auch der Preis ist noch ein Hindernis, denn der Bakterienbeton kostet deutlich mehr als herkömmliche Mischungen. Unklar ist zudem, wie lange die Sporen in einem echten Bauwerk tatsächlich überleben.

Eingesetzt wird der neue Beton deshalb bislang vor allem dort, wo Reparaturen besonders schwierig sind, etwa in Tunneln, Tiefgaragen oder Wasserbecken. …(6)… Ob sich das Verfahren auf breiter Front durchsetzt, wird sich wohl erst zeigen, wenn die ersten Bauwerke aus Bakterienbeton einige Jahrzehnte alt sind.

Sätze a–h

a Bei breiteren Spalten reicht der gebildete Kalk dagegen nicht aus.

b Diese sterben allerdings schon nach wenigen Tagen im feuchten Beton ab.

c Eine Schwäche hat er allerdings.

d Hier lohnt sich der höhere Preis, weil jede spätere Ausbesserung ein Vielfaches kosten würde.

e Dafür müssen Fahrbahnen gesperrt und Umleitungen eingerichtet werden, oft über viele Monate.

f Sie beginnen sofort, den beigemischten Nährstoff zu verarbeiten.

g Inzwischen ist der neue Beton deshalb auf fast allen Baustellen in Europa zum Standard geworden.

h Die eigentliche Arbeit übernehmen dabei winzige Helfer.

1.

Lücke 1

  1. a) Bei breiteren Spalten reicht der gebildete Kalk dagegen nicht aus.
  2. b) Hier lohnt sich der höhere Preis, weil jede spätere Ausbesserung ein Vielfaches kosten würde.
  3. c) Eine Schwäche hat er allerdings.
  4. d) Dafür müssen Fahrbahnen gesperrt und Umleitungen eingerichtet werden, oft über viele Monate.
2.

Lücke 2

  1. a) Bei breiteren Spalten reicht der gebildete Kalk dagegen nicht aus.
  2. b) Hier lohnt sich der höhere Preis, weil jede spätere Ausbesserung ein Vielfaches kosten würde.
  3. c) Die eigentliche Arbeit übernehmen dabei winzige Helfer.
  4. d) Dafür müssen Fahrbahnen gesperrt und Umleitungen eingerichtet werden, oft über viele Monate.
3.

Lücke 3

  1. a) Die eigentliche Arbeit übernehmen dabei winzige Helfer.
  2. b) Diese sterben allerdings schon nach wenigen Tagen im feuchten Beton ab.
  3. c) Bei breiteren Spalten reicht der gebildete Kalk dagegen nicht aus.
  4. d) Sie beginnen sofort, den beigemischten Nährstoff zu verarbeiten.
4.

Lücke 4

  1. a) Diese sterben allerdings schon nach wenigen Tagen im feuchten Beton ab.
  2. b) Sie beginnen sofort, den beigemischten Nährstoff zu verarbeiten.
  3. c) Inzwischen ist der neue Beton deshalb auf fast allen Baustellen in Europa zum Standard geworden.
  4. d) Hier lohnt sich der höhere Preis, weil jede spätere Ausbesserung ein Vielfaches kosten würde.
5.

Lücke 5

  1. a) Inzwischen ist der neue Beton deshalb auf fast allen Baustellen in Europa zum Standard geworden.
  2. b) Dafür müssen Fahrbahnen gesperrt und Umleitungen eingerichtet werden, oft über viele Monate.
  3. c) Bei breiteren Spalten reicht der gebildete Kalk dagegen nicht aus.
  4. d) Sie beginnen sofort, den beigemischten Nährstoff zu verarbeiten.
6.

Lücke 6

  1. a) Diese sterben allerdings schon nach wenigen Tagen im feuchten Beton ab.
  2. b) Inzwischen ist der neue Beton deshalb auf fast allen Baustellen in Europa zum Standard geworden.
  3. c) Sie beginnen sofort, den beigemischten Nährstoff zu verarbeiten.
  4. d) Hier lohnt sich der höhere Preis, weil jede spätere Ausbesserung ein Vielfaches kosten würde.

Back

1.

Lücke 1

  1. a) Bei breiteren Spalten reicht der gebildete Kalk dagegen nicht aus.
  2. b) Hier lohnt sich der höhere Preis, weil jede spätere Ausbesserung ein Vielfaches kosten würde.
  3. c) Eine Schwäche hat er allerdings.
  4. d) Dafür müssen Fahrbahnen gesperrt und Umleitungen eingerichtet werden, oft über viele Monate.

„er“ greift den Beton auf, und „allerdings“ stellt die Schwäche den gelobten Eigenschaften gegenüber; „Mit den Jahren entstehen … feine Risse“ nennt sie. Von „gebildetem Kalk“ und einem „höheren Preis“ ist hier noch keine Rede.

2.

Lücke 2

  1. a) Bei breiteren Spalten reicht der gebildete Kalk dagegen nicht aus.
  2. b) Hier lohnt sich der höhere Preis, weil jede spätere Ausbesserung ein Vielfaches kosten würde.
  3. c) Die eigentliche Arbeit übernehmen dabei winzige Helfer.
  4. d) Dafür müssen Fahrbahnen gesperrt und Umleitungen eingerichtet werden, oft über viele Monate.

„Dafür“ meint das Sanieren und Ersetzen der Brücken und zeigt, warum die Reparatur „teuer und aufwendig“ ist. Ein höherer Preis und winzige Helfer haben an dieser Stelle noch keinen Bezug.

3.

Lücke 3

  1. a) Die eigentliche Arbeit übernehmen dabei winzige Helfer.
  2. b) Diese sterben allerdings schon nach wenigen Tagen im feuchten Beton ab.
  3. c) Bei breiteren Spalten reicht der gebildete Kalk dagegen nicht aus.
  4. d) Sie beginnen sofort, den beigemischten Nährstoff zu verarbeiten.

Der Satz kündigt „winzige Helfer“ an, und der nächste nennt sie: „die Sporen bestimmter Bakterien“. Weder der „beigemischte“ Nährstoff noch der „gebildete Kalk“ sind an dieser Stelle schon eingeführt.

4.

Lücke 4

  1. a) Diese sterben allerdings schon nach wenigen Tagen im feuchten Beton ab.
  2. b) Sie beginnen sofort, den beigemischten Nährstoff zu verarbeiten.
  3. c) Inzwischen ist der neue Beton deshalb auf fast allen Baustellen in Europa zum Standard geworden.
  4. d) Hier lohnt sich der höhere Preis, weil jede spätere Ausbesserung ein Vielfaches kosten würde.

„Sie“ sind die erwachten Bakterien, und „Dabei bildet sich als Nebenprodukt Kalk“ beschreibt, was beim Verarbeiten des Nährstoffs geschieht. Dass die Bakterien absterben, widerspricht „überstehen … über viele Jahre“.

5.

Lücke 5

  1. a) Inzwischen ist der neue Beton deshalb auf fast allen Baustellen in Europa zum Standard geworden.
  2. b) Dafür müssen Fahrbahnen gesperrt und Umleitungen eingerichtet werden, oft über viele Monate.
  3. c) Bei breiteren Spalten reicht der gebildete Kalk dagegen nicht aus.
  4. d) Sie beginnen sofort, den beigemischten Nährstoff zu verarbeiten.

„dagegen“ stellt die breiteren Spalten den Rissen gegenüber, „die schmaler als ein Millimeter waren“, und „Auch der Preis ist noch ein Hindernis“ nennt danach eine zweite Grenze. Ein Standard „auf fast allen Baustellen“ widerspricht „bislang vor allem dort, wo …“.

6.

Lücke 6

  1. a) Diese sterben allerdings schon nach wenigen Tagen im feuchten Beton ab.
  2. b) Inzwischen ist der neue Beton deshalb auf fast allen Baustellen in Europa zum Standard geworden.
  3. c) Sie beginnen sofort, den beigemischten Nährstoff zu verarbeiten.
  4. d) Hier lohnt sich der höhere Preis, weil jede spätere Ausbesserung ein Vielfaches kosten würde.

„Hier“ verweist auf Tunnel, Tiefgaragen und Wasserbecken, und „der höhere Preis“ greift „Auch der Preis ist noch ein Hindernis“ auf. Dass sich der Beton schon überall durchgesetzt hat, widerspricht „Ob sich das Verfahren auf breiter Front durchsetzt, wird sich … erst zeigen“.

Front

Textrekonstruktion: Schreibberatung an der Hochschule

Sie lesen im Magazin einer Universität einen Beitrag über Beratungsangebote für das wissenschaftliche Schreiben. Zwei der Sätze a–h passen in keine Lücke.

Schreiben lernt man nicht nebenbei

Lange galt an deutschen Hochschulen eine stillschweigende Annahme: Wer das Abitur geschafft hat, kann auch wissenschaftlich schreiben. Hausarbeiten wurden verlangt, benotet und zurückgegeben, oft nur mit knappen Randbemerkungen wie „unklar“ oder „Argumentation fehlt“, doch wie man eine solche Arbeit eigentlich verfasst, erklärte kaum jemand. …(1)… Viele Studierende quälten sich deshalb allein durch ihre ersten Semester und hielten ihre Schwierigkeiten für ein persönliches Versagen.

Seit etwa zwei Jahrzehnten ändert sich das. An immer mehr Universitäten entstehen Schreibzentren, in denen Studierende aller Fächer kostenlos Unterstützung erhalten – von der ersten Themensuche bis zur Abschlussarbeit. …(2)… Sie haben selbst eine Ausbildung zur Schreibberaterin oder zum Schreibberater absolviert und kennen die typischen Hürden aus eigener Erfahrung. Gerade das erleichtert vielen den ersten Schritt: Gegenüber Gleichaltrigen fällt es weniger schwer zuzugeben, dass man seit Wochen vor einem leeren Dokument sitzt.

Wer zum ersten Mal in die Sprechstunde kommt, hofft oft, dass jemand den mitgebrachten Text Satz für Satz verbessert. …(3)… Die Beraterinnen und Berater stellen stattdessen Fragen: Was soll die Arbeit zeigen? Für wen ist sie geschrieben? Welcher Abschnitt hat am meisten Mühe gemacht? Oft merken die Ratsuchenden erst beim Antworten, dass ihnen nicht die passenden Worte fehlen, sondern eine klare Fragestellung.

Hinter diesem Vorgehen steht eine Einsicht der Schreibforschung. …(4)… Wer etwa schon im ersten Entwurf jeden Satz perfekt formulieren will, kommt oft über die Einleitung nicht hinaus. In der Beratung lernen Studierende daher, das Schreiben in Phasen zu zerlegen: erst Material sammeln und ordnen, dann ohne Rücksicht auf den Stil einen groben Entwurf verfassen und erst ganz am Ende sprachlich überarbeiten.

Die Nachfrage ist groß und wächst weiter. An manchen Hochschulen sind die Termine zu Beginn der Prüfungszeit innerhalb weniger Stunden ausgebucht. …(5)… Einige Zentren bieten daher zusätzlich lange Schreibnächte an, in denen Studierende gemeinsam bis in den späten Abend an ihren Arbeiten sitzen und bei Bedarf eine Beraterin ansprechen können. Andere setzen auf Kurse für ganze Seminargruppen.

Ob sich der Aufwand lohnt, ist schwer zu messen, denn bessere Noten können viele Ursachen haben. …(6)… Sie berichten, dass sie seltener aufschieben und das Schreiben nicht mehr als lästige Pflicht, sondern als Teil des Denkens begreifen. Manche Lehrende beobachten zudem, dass die eingereichten Arbeiten klarer gegliedert sind als früher.

Sätze a–h

a Damals entstanden deshalb an fast allen Universitäten die ersten Beratungsstellen für das wissenschaftliche Schreiben.

b Mit Einzelgesprächen allein lässt sich dieser Andrang kaum bewältigen.

c Diese Fähigkeit, so die verbreitete Meinung, eigne man sich im Laufe des Studiums ganz von selbst an.

d Genau diese Erwartung wird jedoch bewusst enttäuscht.

e Befragungen zeigen aber, dass sich vor allem die Einstellung der Ratsuchenden zu ihren eigenen Texten verändert.

f Sie korrigieren die Arbeiten deshalb besonders gründlich und streichen jeden Fehler rot an.

g Beraten werden sie dort meist nicht von Lehrenden, sondern von Studierenden höherer Semester.

h Ein schwacher Text ist demnach selten ein Problem der Sprache, sondern meist eines der Arbeitsweise.

1.

Lücke 1

  1. a) Damals entstanden deshalb an fast allen Universitäten die ersten Beratungsstellen für das wissenschaftliche Schreiben.
  2. b) Diese Fähigkeit, so die verbreitete Meinung, eigne man sich im Laufe des Studiums ganz von selbst an.
  3. c) Beraten werden sie dort meist nicht von Lehrenden, sondern von Studierenden höherer Semester.
  4. d) Genau diese Erwartung wird jedoch bewusst enttäuscht.
2.

Lücke 2

  1. a) Sie korrigieren die Arbeiten deshalb besonders gründlich und streichen jeden Fehler rot an.
  2. b) Mit Einzelgesprächen allein lässt sich dieser Andrang kaum bewältigen.
  3. c) Beraten werden sie dort meist nicht von Lehrenden, sondern von Studierenden höherer Semester.
  4. d) Befragungen zeigen aber, dass sich vor allem die Einstellung der Ratsuchenden zu ihren eigenen Texten verändert.
3.

Lücke 3

  1. a) Damals entstanden deshalb an fast allen Universitäten die ersten Beratungsstellen für das wissenschaftliche Schreiben.
  2. b) Ein schwacher Text ist demnach selten ein Problem der Sprache, sondern meist eines der Arbeitsweise.
  3. c) Diese Fähigkeit, so die verbreitete Meinung, eigne man sich im Laufe des Studiums ganz von selbst an.
  4. d) Genau diese Erwartung wird jedoch bewusst enttäuscht.
4.

Lücke 4

  1. a) Ein schwacher Text ist demnach selten ein Problem der Sprache, sondern meist eines der Arbeitsweise.
  2. b) Sie korrigieren die Arbeiten deshalb besonders gründlich und streichen jeden Fehler rot an.
  3. c) Mit Einzelgesprächen allein lässt sich dieser Andrang kaum bewältigen.
  4. d) Diese Fähigkeit, so die verbreitete Meinung, eigne man sich im Laufe des Studiums ganz von selbst an.
5.

Lücke 5

  1. a) Damals entstanden deshalb an fast allen Universitäten die ersten Beratungsstellen für das wissenschaftliche Schreiben.
  2. b) Mit Einzelgesprächen allein lässt sich dieser Andrang kaum bewältigen.
  3. c) Genau diese Erwartung wird jedoch bewusst enttäuscht.
  4. d) Befragungen zeigen aber, dass sich vor allem die Einstellung der Ratsuchenden zu ihren eigenen Texten verändert.
6.

Lücke 6

  1. a) Sie korrigieren die Arbeiten deshalb besonders gründlich und streichen jeden Fehler rot an.
  2. b) Ein schwacher Text ist demnach selten ein Problem der Sprache, sondern meist eines der Arbeitsweise.
  3. c) Befragungen zeigen aber, dass sich vor allem die Einstellung der Ratsuchenden zu ihren eigenen Texten verändert.
  4. d) Beraten werden sie dort meist nicht von Lehrenden, sondern von Studierenden höherer Semester.

Back

1.

Lücke 1

  1. a) Damals entstanden deshalb an fast allen Universitäten die ersten Beratungsstellen für das wissenschaftliche Schreiben.
  2. b) Diese Fähigkeit, so die verbreitete Meinung, eigne man sich im Laufe des Studiums ganz von selbst an.
  3. c) Beraten werden sie dort meist nicht von Lehrenden, sondern von Studierenden höherer Semester.
  4. d) Genau diese Erwartung wird jedoch bewusst enttäuscht.

„Diese Fähigkeit“ greift das wissenschaftliche Schreiben auf; weil man glaubte, sie komme von selbst, quälten sich Studierende „deshalb allein“. Beratungsstellen gibt es erst „seit etwa zwei Jahrzehnten“.

2.

Lücke 2

  1. a) Sie korrigieren die Arbeiten deshalb besonders gründlich und streichen jeden Fehler rot an.
  2. b) Mit Einzelgesprächen allein lässt sich dieser Andrang kaum bewältigen.
  3. c) Beraten werden sie dort meist nicht von Lehrenden, sondern von Studierenden höherer Semester.
  4. d) Befragungen zeigen aber, dass sich vor allem die Einstellung der Ratsuchenden zu ihren eigenen Texten verändert.

„dort“ bezieht sich auf die Schreibzentren, und „Sie haben selbst eine Ausbildung …“ meint die „Studierenden höherer Semester“, die beraten.

3.

Lücke 3

  1. a) Damals entstanden deshalb an fast allen Universitäten die ersten Beratungsstellen für das wissenschaftliche Schreiben.
  2. b) Ein schwacher Text ist demnach selten ein Problem der Sprache, sondern meist eines der Arbeitsweise.
  3. c) Diese Fähigkeit, so die verbreitete Meinung, eigne man sich im Laufe des Studiums ganz von selbst an.
  4. d) Genau diese Erwartung wird jedoch bewusst enttäuscht.

„diese Erwartung“ greift die Hoffnung auf, dass jemand den Text verbessert. Das folgende „stattdessen Fragen“ passt nur, wenn vorher gesagt wird, dass genau das nicht geschieht.

4.

Lücke 4

  1. a) Ein schwacher Text ist demnach selten ein Problem der Sprache, sondern meist eines der Arbeitsweise.
  2. b) Sie korrigieren die Arbeiten deshalb besonders gründlich und streichen jeden Fehler rot an.
  3. c) Mit Einzelgesprächen allein lässt sich dieser Andrang kaum bewältigen.
  4. d) Diese Fähigkeit, so die verbreitete Meinung, eigne man sich im Laufe des Studiums ganz von selbst an.

Der Satz formuliert die „Einsicht der Schreibforschung“; das Beispiel „Wer etwa schon im ersten Entwurf jeden Satz perfekt formulieren will …“ zeigt ein Problem der Arbeitsweise.

5.

Lücke 5

  1. a) Damals entstanden deshalb an fast allen Universitäten die ersten Beratungsstellen für das wissenschaftliche Schreiben.
  2. b) Mit Einzelgesprächen allein lässt sich dieser Andrang kaum bewältigen.
  3. c) Genau diese Erwartung wird jedoch bewusst enttäuscht.
  4. d) Befragungen zeigen aber, dass sich vor allem die Einstellung der Ratsuchenden zu ihren eigenen Texten verändert.

„dieser Andrang“ fasst die ausgebuchten Termine zusammen; „daher zusätzlich lange Schreibnächte“ antwortet darauf, dass Einzelgespräche nicht reichen.

6.

Lücke 6

  1. a) Sie korrigieren die Arbeiten deshalb besonders gründlich und streichen jeden Fehler rot an.
  2. b) Ein schwacher Text ist demnach selten ein Problem der Sprache, sondern meist eines der Arbeitsweise.
  3. c) Befragungen zeigen aber, dass sich vor allem die Einstellung der Ratsuchenden zu ihren eigenen Texten verändert.
  4. d) Beraten werden sie dort meist nicht von Lehrenden, sondern von Studierenden höherer Semester.

„aber“ stellt die Befragungen den schwer messbaren Noten gegenüber, und „Sie berichten …“ bezieht sich auf „die Ratsuchenden“.

Front

Textrekonstruktion: Die Herkunft von Ortsnamen

Sie lesen in einer Zeitschrift für Sprachinteressierte einen Artikel über die Herkunft von Ortsnamen. Zwei der Sätze a–h passen in keine Lücke.

Was Ortsnamen verraten

Die meisten Menschen sprechen den Namen ihres Wohnorts täglich aus, ohne je über seine Bedeutung nachzudenken. Für die Namenforschung hingegen ist jeder Ortsname ein kleines Dokument der Geschichte. …(1)… Wer sie zu lesen versteht, erfährt, wann ein Ort entstanden ist, wie die Landschaft damals aussah, wovon die Menschen dort lebten und welche Sprache die ersten Bewohner sprachen.

Besonders aufschlussreich sind die Endungen. Namen auf -ingen und -heim etwa sind im Südwesten Deutschlands auffallend häufig. …(2)… Ein Name auf -ingen bezeichnete dabei ursprünglich keinen Ort, sondern eine Gruppe von Menschen, nämlich die Leute, die zu einer bestimmten Person gehörten. Erst später ging die Bezeichnung auf die Siedlung selbst über. Die Endung -heim wiederum bedeutete schlicht so viel wie Wohnstätte.

Deutlich jünger sind Namen, die auf -rode, -reuth oder -rath enden und vor allem in den Mittelgebirgen vorkommen. …(3)… Als die Bevölkerung im hohen Mittelalter stark wuchs, mussten neue Flächen für Felder und Dörfer gewonnen werden, und dafür wurde vielerorts gerodet. Wo heute Äcker und Wiesen liegen, stand damals oft dichter Wald. Der Name hielt so die Arbeit fest, mit der die Siedlung begonnen hatte.

Im Osten Deutschlands stößt man auf eine weitere Schicht. Namen auf -itz oder -ow, wie sie zwischen Ostsee und Erzgebirge häufig vorkommen, stammen oft aus slawischen Sprachen, die dort über Jahrhunderte gesprochen wurden. …(4)… Im Namen einer großen sächsischen Stadt etwa steckt ein altes slawisches Wort für die Linde, obwohl man ihm das heute kaum noch anhört. Ähnliche Beispiele gibt es zu Hunderten, vom kleinen Dorf bis zur Großstadt.

Nicht immer ist die Deutung so eindeutig. Weil sich Laute im Lauf der Jahrhunderte verändern, sehen viele Namen heute ganz anders aus als in den ältesten Urkunden. …(5)… Manche Erklärungen, die in alten Heimatbüchern zu finden sind, wurden jedoch ohne diesen Schritt gewonnen und beruhen eher auf Fantasie als auf Forschung. So entstand manche Sage nur, um einen rätselhaften Namen nachträglich zu erklären.

Für die Wissenschaft sind Ortsnamen auch deshalb so wertvoll, weil sie sich als erstaunlich beständig erweisen. …(6)… Ein Name dagegen kann mehr als tausend Jahre überdauern, selbst wenn niemand mehr weiß, was er einmal bedeutet hat. Wer an einem Ortsschild vorbeifährt, blickt also gewissermaßen auf eine Urkunde, die oft älter ist als jedes Gebäude im Ort.

Sätze a–h

a Häuser werden abgerissen, Grenzen verschoben und ganze Sprachen vergessen.

b Die meisten von ihnen gehen auf Siedlungen zurück, die bereits im frühen Mittelalter entstanden sind.

c Spätere deutschsprachige Siedler übernahmen viele dieser Namen und passten nur die Aussprache an.

d Mit dem Zuzug deutschsprachiger Bewohner verschwanden diese slawischen Namen allerdings fast vollständig.

e In ihm haben sich Spuren erhalten, die oft weit älter sind als jede schriftliche Quelle.

f Wer einen Namen erklären will, muss deshalb zunächst seine älteste Schreibweise in historischen Dokumenten aufspüren.

g Festgelegt wurden sie fast alle erst im 19. Jahrhundert von Beamten der Landesverwaltung.

h Sie alle erinnern an eine Zeit, in der große Waldgebiete urbar gemacht wurden.

1.

Lücke 1

  1. a) Die meisten von ihnen gehen auf Siedlungen zurück, die bereits im frühen Mittelalter entstanden sind.
  2. b) Festgelegt wurden sie fast alle erst im 19. Jahrhundert von Beamten der Landesverwaltung.
  3. c) In ihm haben sich Spuren erhalten, die oft weit älter sind als jede schriftliche Quelle.
  4. d) Mit dem Zuzug deutschsprachiger Bewohner verschwanden diese slawischen Namen allerdings fast vollständig.
2.

Lücke 2

  1. a) Häuser werden abgerissen, Grenzen verschoben und ganze Sprachen vergessen.
  2. b) Festgelegt wurden sie fast alle erst im 19. Jahrhundert von Beamten der Landesverwaltung.
  3. c) Wer einen Namen erklären will, muss deshalb zunächst seine älteste Schreibweise in historischen Dokumenten aufspüren.
  4. d) Die meisten von ihnen gehen auf Siedlungen zurück, die bereits im frühen Mittelalter entstanden sind.
3.

Lücke 3

  1. a) Sie alle erinnern an eine Zeit, in der große Waldgebiete urbar gemacht wurden.
  2. b) Häuser werden abgerissen, Grenzen verschoben und ganze Sprachen vergessen.
  3. c) Mit dem Zuzug deutschsprachiger Bewohner verschwanden diese slawischen Namen allerdings fast vollständig.
  4. d) In ihm haben sich Spuren erhalten, die oft weit älter sind als jede schriftliche Quelle.
4.

Lücke 4

  1. a) Sie alle erinnern an eine Zeit, in der große Waldgebiete urbar gemacht wurden.
  2. b) Spätere deutschsprachige Siedler übernahmen viele dieser Namen und passten nur die Aussprache an.
  3. c) Wer einen Namen erklären will, muss deshalb zunächst seine älteste Schreibweise in historischen Dokumenten aufspüren.
  4. d) Häuser werden abgerissen, Grenzen verschoben und ganze Sprachen vergessen.
5.

Lücke 5

  1. a) Die meisten von ihnen gehen auf Siedlungen zurück, die bereits im frühen Mittelalter entstanden sind.
  2. b) Spätere deutschsprachige Siedler übernahmen viele dieser Namen und passten nur die Aussprache an.
  3. c) Wer einen Namen erklären will, muss deshalb zunächst seine älteste Schreibweise in historischen Dokumenten aufspüren.
  4. d) Festgelegt wurden sie fast alle erst im 19. Jahrhundert von Beamten der Landesverwaltung.
6.

Lücke 6

  1. a) Mit dem Zuzug deutschsprachiger Bewohner verschwanden diese slawischen Namen allerdings fast vollständig.
  2. b) In ihm haben sich Spuren erhalten, die oft weit älter sind als jede schriftliche Quelle.
  3. c) Sie alle erinnern an eine Zeit, in der große Waldgebiete urbar gemacht wurden.
  4. d) Häuser werden abgerissen, Grenzen verschoben und ganze Sprachen vergessen.

Back

1.

Lücke 1

  1. a) Die meisten von ihnen gehen auf Siedlungen zurück, die bereits im frühen Mittelalter entstanden sind.
  2. b) Festgelegt wurden sie fast alle erst im 19. Jahrhundert von Beamten der Landesverwaltung.
  3. c) In ihm haben sich Spuren erhalten, die oft weit älter sind als jede schriftliche Quelle.
  4. d) Mit dem Zuzug deutschsprachiger Bewohner verschwanden diese slawischen Namen allerdings fast vollständig.

„In ihm“ bezieht sich auf „jeder Ortsname“, und „Wer sie zu lesen versteht“ greift die „Spuren“ auf. „Festgelegt wurden sie“ und „Die meisten von ihnen“ fänden im Singular „jeder Ortsname“ keinen Bezug.

2.

Lücke 2

  1. a) Häuser werden abgerissen, Grenzen verschoben und ganze Sprachen vergessen.
  2. b) Festgelegt wurden sie fast alle erst im 19. Jahrhundert von Beamten der Landesverwaltung.
  3. c) Wer einen Namen erklären will, muss deshalb zunächst seine älteste Schreibweise in historischen Dokumenten aufspüren.
  4. d) Die meisten von ihnen gehen auf Siedlungen zurück, die bereits im frühen Mittelalter entstanden sind.

„Deutlich jünger sind Namen, die auf -rode … enden“ setzt voraus, dass vorher das Alter der Namen auf -ingen und -heim genannt wurde. Eine Festlegung im 19. Jahrhundert passt nicht dazu, dass die mittelalterlichen -rode-Namen „jünger“ sind.

3.

Lücke 3

  1. a) Sie alle erinnern an eine Zeit, in der große Waldgebiete urbar gemacht wurden.
  2. b) Häuser werden abgerissen, Grenzen verschoben und ganze Sprachen vergessen.
  3. c) Mit dem Zuzug deutschsprachiger Bewohner verschwanden diese slawischen Namen allerdings fast vollständig.
  4. d) In ihm haben sich Spuren erhalten, die oft weit älter sind als jede schriftliche Quelle.

„Sie alle“ meint die Namen auf -rode, -reuth und -rath; „dafür wurde vielerorts gerodet“ führt die Zeit der Waldrodung aus. Von „diesen slawischen Namen“ ist an dieser Stelle noch keine Rede.

4.

Lücke 4

  1. a) Sie alle erinnern an eine Zeit, in der große Waldgebiete urbar gemacht wurden.
  2. b) Spätere deutschsprachige Siedler übernahmen viele dieser Namen und passten nur die Aussprache an.
  3. c) Wer einen Namen erklären will, muss deshalb zunächst seine älteste Schreibweise in historischen Dokumenten aufspüren.
  4. d) Häuser werden abgerissen, Grenzen verschoben und ganze Sprachen vergessen.

Weil nur die Aussprache angepasst wurde, steckt im Namen der sächsischen Stadt noch das slawische Wort, „obwohl man ihm das heute kaum noch anhört“. Der Satz über die Waldrodung gehört zu den Namen auf -rode, nicht zu den slawischen.

5.

Lücke 5

  1. a) Die meisten von ihnen gehen auf Siedlungen zurück, die bereits im frühen Mittelalter entstanden sind.
  2. b) Spätere deutschsprachige Siedler übernahmen viele dieser Namen und passten nur die Aussprache an.
  3. c) Wer einen Namen erklären will, muss deshalb zunächst seine älteste Schreibweise in historischen Dokumenten aufspüren.
  4. d) Festgelegt wurden sie fast alle erst im 19. Jahrhundert von Beamten der Landesverwaltung.

„ohne diesen Schritt“ meint das Aufspüren der ältesten Schreibweise, und „deshalb“ knüpft an die veränderten Laute an.

6.

Lücke 6

  1. a) Mit dem Zuzug deutschsprachiger Bewohner verschwanden diese slawischen Namen allerdings fast vollständig.
  2. b) In ihm haben sich Spuren erhalten, die oft weit älter sind als jede schriftliche Quelle.
  3. c) Sie alle erinnern an eine Zeit, in der große Waldgebiete urbar gemacht wurden.
  4. d) Häuser werden abgerissen, Grenzen verschoben und ganze Sprachen vergessen.

„Ein Name dagegen kann … überdauern“ braucht als Gegensatz Dinge, die vergehen: „Häuser werden abgerissen, Grenzen verschoben …“.

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